Zuallererst sollte man sich überlegen, für welche Art des Kletterns man die Hose verwenden will. Sie sollte genau auf die jeweilige Disziplin abgestimmt sein. Eine Boulderhose für die Halle taugt nicht für das El Cap, und Ihre Lieblingsfelsenhose ist nichts für alpine Einsätze. „Hosen können nur zwei Dinge wirklich gut: Sie können bequem sein und gut aussehen, aber sie sind nicht wasserabweisend“, sagt Paul Rachele, ein Bergführer der Jackson Hole Mountain Guides. „Und wenn sie winddicht sind und sich gut bewegen lassen, sehen sie nicht gut aus. Die meisten Hosen, die ich besitze, sind für zwei Anwendungen geeignet – Fels oder Alpin, Alpin oder Eis – aber selten für drei.“ Im Folgenden finden Sie einige Hinweise, wie Sie die beste Hose für jede Art des Kletterns finden.

Indoor und Bouldern: Sowohl Jon Glassberg als auch Ethan Pringle tragen ausschließlich kurze Hosen in der Halle, und wenn es warm ist, tragen sie auch beim Klettern draußen kurze Hosen. Glassberg sagt: „Wenn ich eine Hose tragen muss, tue ich das, aber nur, wenn ich keine Shorts tragen kann.“ Rachele bevorzugt bunte Baumwollhosen, die sich flexibel bewegen lassen, während Miranda Oakley, eine Bergführerin in Yosemite, dehnbare Strumpfhosen oder Yogahosen bevorzugt.

Crag: Da ein Tag Klettern in einer einzigen Seillänge weniger anstrengend ist als eine ganztägige Route, kann die Wahl der Hose so leger oder technisch sein, wie man will. Du brauchst nicht viel zusätzlichen Schnickschnack (sprich: Bürstenhalter und Reißverschlusstaschen), da du nach jeder Seillänge wieder auf den Boden, deinen Rucksack und deine Sachen zurückkehrst. Rachele mag synthetisches Material, während Pringle Jeans oder andere strapazierfähige Baumwolle bevorzugt. „Ich möchte lieber etwas Bequemes und Schickes haben, in dem ich klettern und danach in die Brauerei gehen kann“, sagt Pringle. „Ich möchte etwas, in dem ich rund um die Uhr leben kann.“

Bei Hosen, die unter einem Klettergurt getragen werden, muss man darauf achten, dass die Taille hoch genug sitzt, damit der Hüftgurt des Klettergurts nicht unangenehm in den Bauch einschneidet. Nikki Smith und Pringle, die beide selbst lange Beine haben, empfehlen außerdem eine längere Innennaht, damit das Gurtzeug die Hose nicht bis über den Knöchel zieht.

Alpine/Big Wall: Dies sollte die am besten ausgestattete Hose sein, die Sie besitzen, wärmer und wetterfester als eine Felshose, mit der richtigen Kombination und Lage von Taschen und Reißverschlüssen. „Bei alpinen Einsätzen oder der Besteigung des El Capitan ist es mir völlig egal, wie ich aussehe“, sagt Oakley. „Ich entscheide mich für strapazierfähiges, synthetisches Material, weil ich bei großen Einsätzen in den Bergen keine Baumwolle tragen kann. Wenn es kalt ist, ziehe ich eine synthetische Strumpfhose oder lange Unterwäsche darunter an. Smith stimmt zu, dass alles, was synthetisch und schnelltrocknend ist, der richtige Weg für alpine Ziele ist.

Rachele sagt: „Im modernen Alpinismus wird viel mit dem Hintern geknutscht, daher ist verstärkter Stoff auf der Rückseite wichtig.“ Ein Trend, den er in Europa beobachtet hat, ist es, in Unterwäsche zum Ausgangspunkt einer Tour zu wandern und dann vor dem Aufstieg eine Alpinhose anzuziehen, aber der Stil der amerikanischen Bergführer ist eher bescheiden. „Die meisten Bergführer, die ich kenne, bevorzugen für den Zustieg Boardshorts anstelle von Unterwäsche, da man so Taschen für wichtige Dinge wie Lippenbalsam und das Smartphone hat“, sagt er. „Beim Aufstieg ziehen sie eine Hose über die Boardshorts.“

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